Fischpässe

Durch den für eine sinnvolle Wasserentnahme meist erforderlichen Stau des Gewässers werden (oder sind bereits) die Wanderwege für Fische und Kleinlebewesen unterbrochen. Fischpässe überwinden diese Unterbrechungen und verbinden die Gewässerabschnitte wieder. Die Konstruktion muss sowohl den Aufstieg als auch den Abstieg der wassergebundenen Lebewesen erlauben. Am Gewässeroberlauf (Salmonidenregion mit z.B. Lachs, Forelle, etc.) sollte ein Fischpass einem Wildbach ähneln, am Unterlauf (Brachsenregion, z. B. Brachsen, Schlei, Karpfen) darf er gemächlicher fließen.

Bauweise - Raugerinne Beckenpass

Merkmale:

  • treppenartig aneinandergebaute Becken mit Durchlässen
  • Kombination aus technisch gebautem Fischpass und Fischrampe
  • Beckenquerriegel aus lückig gesetzten schlanken Blocksteinen, Sohle aus natürlichem Substrat
  • steileres Gefälle möglich
  • naturnahe Gewässergestaltung durch natürliche Baustoffe
  • wirtschaftliche Bauweise
  • geringe Verstopfungsneigung durch Schrägstellung der Riegelsteine in Fließrichtung um ca. 30 bis 45°